IoT und das digitale Pedelec

Das E-Bike etabliert sich. Die Marktzahlen sind auch 2017 beeindruckend und da ist weiterhin Luft nach oben. So weit so gut. Die wendigen Fahrzeuge sind sogar auf dem Weg zum festen Bestandteil der Alltagsmobilität zu werden. Und wie alle neuen Mobilitätsoptionen sind sie ganz selbstverständlich kommunikativ.

Das digitale Pedelec: Pedelec-Entwurf auf coloriertem Bildausschnitt von "digitales Handwerk", Frau beobachtet E-Bike

Via CAN-Bus kommunizieren ihre E-Komponenten untereinander. Und was nach innen funktioniert, funktioniert natürlich auch nach aussen. Ebenso wie Elektroautos können die Flitzer dank Digitalisierung mit Gott und der Welt reden. Sie sind damit prädestiniert für das Internet der Dinge (IoT). Die Frage ist: Was bedeutet es für User ein Fahrzeug zu fahren, das nicht nur physisch sondern auch virtuell präsent ist? Und: Welchen Nutzen hat die virtuelle Seite? Und: Wie lässt sie sich handhaben?
Die Digitalisierung der Dinge ist einer der spannendsten Prozesse der aktuellen Produktentwicklung, denn vieles ist offen. Nur zwei Punkte sind klar: aufzuhalten ist sie nicht. Und: sie ist dabei, unseren Alltag grundlegend zu verändern. Das Wie hängt stark davon ab, wie wir mit mit ihr umgehen.

Ein Routerproblem und seine Folgen, oder: “Sie brauchen nichts tun!”

Ein Vorfall gewährte mir Einblick in den für Nutzer*innen sichtbaren Stand der Digitalisierung.
Und das kam so:
Die Telekom hatte mal wieder Probleme. Diesmal erwischten sie auch mein Studio. Resultat: Panik…Arm ab, Bein ab und quasi Kopf ab, denn: kein Festnetz, kein Fax, kein Internet. Traurig kommunizierte der halbkaputte Router nur noch mit seinen angedockten Geräten, aber nicht mehr mit der Welt.
Nun sollte frau meinen: kein Problem, schnell austauschen und weiter geht´s – schließlich ist ja nur eine unauffällige Kunststoffdose kaputt. Die Hoffnung bestätigte auch die Callcenter-Mitarbeiterin der Telekom und fügte stolz hinzu: “Der neue Router konfiguriert sich selbst. Sie brauchen nichts tun”.
Böses schwante mir, denn nach meiner Erfahrung sieht die Realität oft anders aus. Und es kam, wie es aktuell eben kommt: Der Austausch-Prozess ist auch nach vier Wochen noch nicht abgeschlossen. Aus einem simplen Gerätetausch wurden unzählige Telefonate mit dem Service- und dem Technikcenter und mehrere Technikereinsätze. Ein langwieriger Fehlersuchprozess rollte an. Jede*r trug etwas bei zum großen Stochern im Nebel um eine kleine Box, die nicht tat, was sie sollte. Willkommen im gegenwärtigen IoT!